mE1-Jugend - Wo die Reise hingeht

13.10.2026
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Tobias Eickmanns

DJK Adler Königshof mE1 - Osterather TV mE1 32:13 (19:7)

Als bislang schwerstes Spiel der Saison war der Auftritt bei der DJK Adler Königshof angekündigt. Das wurde er auch. Am Dienstagabend verlor die mE1-Jugend in Krefeld mit 13:32, zur Pause stand es 7:19. Es war die erste Niederlage nach drei Siegen, und sie fiel deutlich aus. Trainerin Nicky Lindeke sah darin trotzdem eine wertvolle Erfahrung:

„Heute haben wir mal zu spüren bekommen, wo die Reise in den nächsten Jahren hingeht und dass Handball ein Kontaktsport ist. Es war allerdings zu keiner Zeit ein unfaires Spiel.“

Der Anfang machte noch Hoffnung. Zweimal glich Carl in den ersten zwei Minuten aus, zum 1:1 und zum 2:2. Dann zogen die Gastgeber davon. Zehn Minuten später stand es 3:11, und das lag nicht an fehlenden Gelegenheiten. „Wir sind in der ersten Halbzeit 21-mal am Torhüter gescheitert. Hätten uns öfter für die toll rausgespielten Chancen belohnen sollen. Aber der Torhüter war auch echt stark“, so Lindeke.

Dazu hatte Königshof einen überragenden Spieler in seinen Reihen. Im Drei gegen Drei der ersten Halbzeit, in dem die Kinder je Spielfeldhälfte gegeneinander antreten, kam er immer wieder zum Abschluss und warf allein bis zur Pause elf Tore. Auf OTV-Seite hielt vor allem Carl dagegen. Er konnte sich am häufigsten durchsetzen und erzielte alle vier seiner Tore vor dem Seitenwechsel.

Nach der Pause, nun sechs gegen sechs über das ganze Feld, stellte das Trainerteam um. „Ihrem besten Spieler haben wir in der zweiten Halbzeit immer wieder einen neuen Abwehrspieler vor die Nase gesetzt. Da konnten Janni, Emil und Mattis ihn gut vor Herausforderungen stellen“, erklärte Lindeke.

Zunächst lief es weiter in Richtung der Gastgeber, bis zum 7:23 blieb der OTV ohne Treffer. Doch auch mit diesem Rückstand im Rücken hatten die Kinder ihre Momente. Nach einer Auszeit folgten die besten Minuten des Abends: Emil und Mattis trafen je zweimal, dazu Marlon, und rund fünf Minuten lang warf die Mannschaft mehr Tore als Königshof. Es waren Aktionen, die zeigten, dass die Mannschaft punktuell mithalten kann. Emil und Mattis waren dabei doppelt gefordert, hinten gegen den stärksten Gegenspieler, vorne als Torschützen.

Insgesamt aber traf man auf eine schon sehr gut ausgebildete Mannschaft, die in der Abwehr kräftig zupackte, dabei aber immer im fairen Maß. „Wir müssen uns mehr auf die körperliche Abwehr von Königshof einstellen. Wir haben schon gut gegen gehalten, aber beim Torwurf fehlte dann einfach die Kraft und Cleverness“, so Lindeke.

Gelegenheit dazu gibt es Ende Januar, wenn Königshof zum Rückspiel nach Osterath kommt. Bis dahin nimmt die Mannschaft eine Lektion mit, die keine Statistik ersetzt: wie es sich anfühlt, wenn der Gegner dagegenhält.

Es spielten: Rayen (Tor), Leander (Tor), Carl (4), Mattis (3), Emil (2), Kalle (2), Marlon (1), Piet (1), Janni, Jonas, Felix, Miloš, Noah.

Trainerteam: Nicky Lindeke, unterstützt von Sebastian Drath

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