SG Unterrath II - Osterather TV II 26:24 (14:9)
9:4 lautete das Torverhältnis in der Schlussviertelstunde zugunsten der Osterather Reserve. Das Problem: In den 45 Minuten zuvor hatte die OTV-Zweitvertretung mit 15:22 klar das Nachsehen. So setzte sich die frisch in die Regionsklasse aufgestiegene zweite Mannschaft der SG Unterrath am Ende mit 26:24 durch – und das durchaus verdient.
„Es war ein typisches erstes Testspiel nach langer Ballpause. Die Abstimmungen und Laufwege haben nicht immer gepasst, die Abläufe noch nicht zu hundert Prozent funktioniert und wir haben den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht“, haderte OTV-Coach Peter Whiteley nicht allzu sehr mit der Niederlage.
Wobei „der eine oder andere Fehler“ die Leistung seiner Mannschaft in den ersten 45 bis 50 Minuten noch freundlich umschrieb. Fang-, Pass- und Abschlussfehler produzierten die Osterather phasenweise beinahe im Akkord. „Man sieht, dass wir uns erst wieder an den Ball gewöhnen müssen“, sagte Whiteley. Dafür, so die naheliegende Schlussfolgerung, gibt es schließlich Training.
Zu Beginn begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Es entwickelte sich ein vorsichtiges Abtasten, geprägt von Fehlern auf beiden Seiten. Die Torhüter standen zunächst im Mittelpunkt und hielten ihre Kasten mehr als sechs Minuten sauber, ehe die Gastgeber in der 7. Minute zum 1:0 trafen. Der OTV fand zunächst nur schwer in die Partie und ließ Unterrath auf 2:0 und 3:0 davonziehen, ehe Lukas Kopatsch in der 8. Minute erstmals für die Gäste traf.
Im weiteren Verlauf stabilisierte sich das Spiel der Osterather. Nach 20 Minuten lagen die Gastgeber beim 8:7 nur knapp vorn. Aron Schütze erzielte wenig später sogar den 8:9-Anschlusstreffer (22.). Danach allerdings brach die Fehlerflut über den OTV herein. In den Schlussminuten der ersten Hälfte ermöglichten die Osterather den Düsseldorfern einen 5:1-Lauf: Anspiele landeten im Aus, Wurfentscheidungen wurden nicht konsequent zu Ende gespielt und auch in der Abwehr fehlte zunehmend die körperliche Gegenwehr. Der daraus resultierende Fünf-Tore-Rückstand zur Pause war folgerichtig.
Dabei, das betonte Whiteley ausdrücklich, habe der Einbruch nichts mit den zahlreichen Wechseln zu tun gehabt. „Egal, wer auf der Platte stand, hat sein Bestes versucht. Wir hatten immer wieder gute Ideen und Möglichkeiten. Unterm Strich hat aber jeder zu viele Fehler gemacht und gerade im Abschluss teilweise unglückliche Entscheidungen getroffen.“
Mit einer leicht modifizierten Abwehr startete der OTV in die zweite Hälfte – zunächst allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Die Fehlerquote blieb hoch, der Rückstand wuchs zwischenzeitlich sogar auf acht Tore an (13:21, 42.).
Erst in der Schlussviertelstunde bekamen die Osterather zunehmend Zugriff auf die Partie. Gegen nun auch müder werdende Gastgeber sorgten Ballgewinne in der Abwehr und ein schnelleres Umschaltspiel für einfache Tore. Der OTV gewann diesen letzten Abschnitt mit 9:4 und gestaltete das Ergebnis damit zumindest noch einmal deutlich freundlicher.
Mit etwas Glück wäre sogar noch ein Unentschieden möglich gewesen. Doch ausgerechnet ein weiterer Ballverlust verhinderte die späte Aufholjagd. Ein Remis wäre dem Gesamtverlauf allerdings auch nicht wirklich gerecht geworden.
„Wir bedanken uns ganz herzlich bei den sympathischen Gastgebern und wünschen Unterrath viel Erfolg in der Saison. Wir konnten aus diesem Spiel viele Hausaufgaben mitnehmen“, zog Whiteley zum Abschluss ein positives Fazit – trotz der Niederlage.
Fazit: Ein typischer erster Test nach der Sommerpause: viel Sand im Getriebe, zahlreiche technische Fehler, aber auch eine deutliche Steigerung in der Schlussphase. Für die OTV-Reserve gibt es bis zum Saisonstart noch einiges zu tun.
Es spielten: Kaaf, Offer (Tor) - Ummelmann (7/1), Kopatsch (5), Schütze (3), van Rennings (3), Riedel (2), Esposito (2), Heinen (1), Knechten (1), Rademacher, Noethen, Gollenstede, Muys - Trainer: Peter Whiteley

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