Herren I - Kein Happy End bei Leigraf-Abschied

Osterather TV - ATV Biesel 26:29 (11:16)

Der OTV verliert sein letztes Heim- und Saisonspiel unter Erfolgstrainer Gero Leigraf gegen den ATV Biesel, der sich mit diesem Sieg weiterhin Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt machen darf. Gegen sehr ambitioniert auftretende Gäste aus Biesel fanden die Leigraf-Schützlinge nie wirklich in die Partie und scheiterten im Abschluss zu häufig am starken gegnerischen Torhüter.

Damit beendet Osterath die Spielzeit 2025/26 auf dem neunten Tabellenplatz und damit eine Position schlechter als im Vorjahr. Mit den vier Derbysiegen gegen Lank und den MHV sowie dem Gewinn des Kreispokals konnte die Mannschaft dennoch erneut Geschichte schreiben.

Es spielten: Gauda, K.Hüsges (Tor) - Eickmanns (7), Bieker (5/3), Nix (4), Wiesenthal (2), Kaczor (2), Sonnenberg (2), Lindeke (1), S.Scheidt (1), Groenewald (1), Marienfeld (1), Blaschzyk, Knechten, Kratzenberg - Trainer: Gero Leigraf, Betreuer: Robin Huesges, Markus Ummelmann und Lucas Scheidt

Herren II - Heimsieg bei Siemes-Abschied

Osterather TV II - TV Lobberich III 37:21 (12:14)

Die Reserve aus Osterath verabschiedet sich mit einem Erfolg aus der Saison und beendet die Spielzeit 2025/26 mit 14:26 Punkten auf dem achten Platz der 1. Regionsklasse. Durch den letztlich souveränen Heimsieg gegen Schlusslicht TV Lobberich konnten die Schützlinge von Jochen Siemes noch einen Rang in der Tabelle gutmachen und an TV 1848 Mönchengladbach II vorbeiziehen.

Weit wichtiger als die Endplatzierung war der Mannschaft um Kapitän Peter Whiteley jedoch, ihrem scheidenden Coach Siemes zum Abschied einen Sieg zu schenken. Der 62-Jährige beendet nach vier Jahren an der Seitenlinie sein erfolgreiches Engagement bei OTV II. Unter seiner Ägide schaffte das Team vor vier Jahren den Aufstieg in die 1. Regionsklasse und belegte in den darauffolgenden Spielzeiten stets einen einstelligen Tabellenplatz (7., 5. und 8.).

Das Spiel am Samstagnachmittag verlief vor guter Kulisse zunächst holprig für die Osterather. Die erste Halbzeit war zerfahren und von wenig Spielfluss geprägt. Nach der Pause steigerte sich die Mannschaft jedoch deutlich: Mit hohem Tempo, schönen Spielzügen und guter Abwehrarbeit setzten sich die Hausherren klar durch.

Es spielten: Erler, Siemes, Hümsch (Tor) - A.Schütze (7), Kratzenberg (6), Rademacher (5), Stodola (4), Whiteley (4), Gluth (4), Berg (3), Heinen (2), Esposito (1), Prothmann (1), Henke, Cöllen, Jansen - Trainer: Jochen Siemes, Betreuer: Tobi Pruschek

Herren I - Pleite in Mönchengladbach

Tschft. Lürrip - Osterather TV 38:24 (18:10)

Der OTV kassierte im letzten Auswärtsspiel der Saison eine erwartete Niederlage gegen die Turnerschaft Lürrip und damit die dritte Pleite in Folge. „Im Endeffekt konnten wir unsere zwei guten Phasen im Spiel jeweils nur zehn Minuten lang halten – das ist über die gesamte Spielzeit einfach zu wenig“, erklärte ein ernüchterter Trainer Gero Leigraf nach dem Spiel.


Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der OTV nur mit einer absoluten Minimalbesetzung nach Mönchengladbach gereist war und die personellen sowie qualitativen Ausfälle nicht kompensieren konnte.

Zum Saisonabschluss am kommenden Wochenende gegen den ATV Biesel dürfte sich die Personalsituation jedoch deutlich entspannen.

Es spielten: Gauda, Hüsges (Tor) - Bieker (8/5), Wiesenthal (7), Sonnenberg (3), Lindeke (2), van Rennings (2), Groenewald (1), Ummlemann (1), Gluth, Nix - Trainer: Gero Leigraf

Herren II - Perfekter Schütze, starker OTV: Osterath triumphiert in Waldniel

SC Waldniel - Osterather TV II 29:34 (17:15)

Geht doch! Die Reserve des Osterather TV gewann ihr letztes Auswärtsspiel der Saison etwas überraschend beim Tabellenfünften SC Waldniel und zeigte dabei vor allem in der zweiten Halbzeit eine überzeugende Leistung. Matchwinner in der Offensive waren der erst 17-jährige Aron Schütze auf Rechtsaußen, der mit 11 Treffern bei 11 Versuchen eine perfekte Quote hinlegte, sowie Kreisläufer Ciro Esposito, der mit 9/3 Treffern ebenfalls zu überzeugen wusste. Defensiv überzeugte vor allem Torhüter Noah Siemes, der in der entscheidenden Phase einen Siebenmeter der Gastgeber parierte.


Dabei verlief der Start in die Begegnung alles andere als optimal: Sebastian „Basti“ Berg kassierte auf Seiten des OTV bereits nach 30 Sekunden eine – berechtigte – Zeitstrafe. Allerdings war der 29-Jährige nach knapp drei Minuten auch für den ersten Treffer der Gäste zum 1:1 verantwortlich. Anschließend konnten sich die Gastgeber mit ihrer robusten Deckung immer wieder auf zwei Tore absetzen und verteidigten diesen Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff.


Der zweite Durchgang begann dann optimal für den OTV: Lars Rademacher und Schütze egalisierten umgehend den Pausenrückstand. Waldniel legte zwar erneut auf 19:17 vor (33.), doch Esposito glich den Rückstand mit einem Doppelschlag wieder aus (35.). Dank einer doppelten Unterzahl der Hausherren und eines starken Überzahlspiels rissen die Osterather plötzlich das Momentum an sich und gingen mit 23:20 in Führung (39.).


Waldniel stemmte sich noch einmal erfolgreich dagegen und drehte die Partie auf 25:24 (45.) sowie 26:25 (46.). Doch Osterath blieb ruhig und abgeklärt: Aus dem Ein-Tore-Rückstand machte der OTV mit einem 4:0-Lauf eine 29:26-Führung (51.). Spätestens nach dem 32:28 durch Rademacher war die Partie entschieden (57.).


Damit feiert der OTV vor dem Saisonabschluss am 16. Mai zuhause gegen den TV Lobberich einen starken Auswärtserfolg und zeigt endlich auch auf der Anzeigetafel das Potenzial, das in dieser Mannschaft steckt.

Es spielten: Siemes, Erler (Tor) - Schütze (11), Esposito (9/3), Berg (3), Rademacher (3), Whiteley (3), Knechten (3), Heinen (1), Noethen (1), Cöllen, Pruschek, Muys - Trainer: Jochen Siemes, Betreuer: Oliver Hümsch

Herren I - OTV unterliegt in Straelen deutlich

SV Straelen - Osterather TV 40:29 (23:17)

„Am Ende war Straelen heute einfach elf Tore besser als wir“, zollte OTV-Coach Gero Leigraf dem Tabellenzweiten nach der klaren Niederlage seiner Mannschaft Respekt. „Solche Spiele gibt es nun mal auch, das ist aber absolut kein Beinbruch“, so Leigraf weiter.

Die erste Halbzeit entwickelte sich zu einem munteren Scheibenschießen, in dem beide Offensivreihen die Begegnung bestimmten. Allerdings zeichnete sich bereits früh ab, dass Straelen mit seinem hohen Tempo – insbesondere über die schnelle Mitte – ein echtes Ass im Ärmel hatte, das die Osterather nicht verteidigen konnten. Während die Hausherren ihre Treffer vergleichsweise leicht erzielten, mussten die Gäste aus Meerbusch deutlich mehr Aufwand betreiben, was im weiteren Spielverlauf zusätzlich Kraft kostete.

Leigraf erklärte: „Wir wussten, dass wir vorne eine gute Trefferquote brauchen, um Straelen einigermaßen einzudämmen. Das ist uns in der ersten Halbzeit noch ganz gut gelungen, in der zweiten Halbzeit sind uns dann aber die Kräfte ausgegangen.“

Der Rückstand zur Pause war bereits deutlich, und die Osterather fanden im zweiten Durchgang nicht mehr wirklich zurück ins Spiel. Spätestens nach 45 Minuten, beim Stand von 30:22 für Straelen, war die Partie entschieden.

Jetzt heißt es: Mund abwischen und weitermachen. Zwei Spiele stehen noch aus, sodass weiterhin die Möglichkeit besteht, das Punktekonto von aktuell 24:24 auszubauen. Unabhängig davon ist auch diese zweite Verbandsliga-Saison eine überaus erfolgreiche für den OTV.

Es spielten: Gauda, K.Huesges (Tor) - Eickmanns (8), Wiesenthal (7), Ummelmann (5), Bieker (3/2), Lindeke (2), Nix (2), Groenewald (1), Sonnenberg (1), S.Scheidt - Trainer: Gero Leigraf, Betreuer: Moritz Knechten

Herren II - OTV II belohnt sich wieder nicht

SV Straelen III - Osterather TV II 29:27 (16:15)

Es bleibt eine verkorkste Saison für die Reserve des OTV: Trotz großem Kampfgeist und phasenweise ansprechendem Handball stehen die Schützlinge von Trainer Jochen Siemes auch im 18. Saisonspiel ohne Zählbares da – zum 13. Mal. Beim Tabellenfünften aus Straelen setzte es nach 60 Minuten eine knappe Auswärtsniederlage.

Ein Lichtblick war Aron Schütze: Der 17-jährige Rechtsaußen erwischte einen Sahnetag, verwandelte neun seiner zehn Würfe und zeigte seine bislang beste Leistung im Seniorenbereich.

Mit dünner Personaldecke angereist, fand der OTV gut ins Spiel. Beide Teams agierten auf Augenhöhe und überzeugten mit hoher Trefferquote. Die erste Zwei-Tore-Führung der Gastgeber (5:3, 8.) egalisierte Basti Berg per Doppelschlag prompt (5:5, 9.). In der Folge blieb die Partie ausgeglichen, auch wenn Straelen sich bis zur Pause eine knappe Führung sichern konnte.

Der Start in die zweite Halbzeit verlief aus OTV-Sicht optimal: Knechten und Kapitän Whiteley drehten die Partie zur 17:16-Führung (31.). Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten – ein 3:0-Lauf brachte Straelen wieder in Front (19:17, 34.).

Beim 19:19 und einer Zwei-Minuten-Strafe für Straelen schien das Momentum zu kippen – allerdings in die falsche Richtung. Die Überzahl der Gäste wurde zum Bumerang, Straelen erzielte zwei Treffer und setzte sich erneut ab (21:19, 38.). In dieser Phase leistete sich der OTV zu viele Fehlwürfe, was die Hausherren konsequent zur Vier-Tore-Führung nutzten (25:21, 47.).

Doch Osterath zeigte Moral: Bis zur 50. Minute kämpfte sich das Team auf 25:24 heran und blieb bis in die Schlussphase dran. Sowohl beim 27:26 (58.) als auch beim 28:27 (59.) bot sich die Chance auf den Ausgleich – letztlich fehlte jedoch die nötige Ruhe im Abschluss.

So bleibt unter dem Strich eine unglückliche Niederlage, bei der ein Punktgewinn durchaus verdient gewesen wäre.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: In den verbleibenden zwei Spielen soll die magere Punkteausbeute noch verbessert werden – allerdings wartet mit dem Tabellenvierten aus Waldniel (10.05.) die nächste schwierige Aufgabe.

Es spielten: Siemes, Hümsch (Tor) - A.Schütze (9), Gluth (5), Berg (4), Whiteley (4), Knechten (3), Jansen (2), Cöllen, Zapf, RoSchütze, Gollenstede - Trainer: Jochen Siemes

Herren I - Auch guter Gauda kann Pleite nicht verhindern

Osterather TV - ASV Süchteln 23:30 (12:14)

In einer weitgehend emotionslosen Begegnung verlieren die Osterather nach zuletzt fünf Pflichtspielsiegen in Serie (inklusive Pokalfinale) erstmals wieder in der Liga – und das verdient gegen den Tabellendritten ASV Süchteln. Während die Partie in den ersten 30 Minuten noch relativ ausgeglichen gestaltet werden konnte, verloren die Schützlinge von Trainer Gero Leigraf ab der 40. Minute zunehmend den Zugriff und gaben das Spiel aus der Hand.

Leigraf: „Über 40 Minuten haben wir es mit unserem dezimierten Kader gut hinbekommen. Vor allem die Verteidigung hat mir gefallen und in der ersten Halbzeit auch der Angriff. Allerdings haben wir es nie geschafft, in unser Tempospiel zu kommen – und dann wird es über 60 Minuten schwer. Ich bin aber nicht unzufrieden.“

Ein sehr starker Vincent Gauda hielt den OTV lange im Spiel, während offensiv Jacob Wiesenthal (7 Tore) und Hauke Lindeke (6) die Hauptlast trugen.

Die Partie begann torarm: Wiesenthal erzielte erst nach knapp vier Minuten das 1:0, Süchteln kam sogar erst nach sieben Minuten per Siebenmeter zum ersten Treffer (2:1). Insgesamt verlief die erste Halbzeit ohne große Höhepunkte und ausgeglichen. Beide Teams leisteten sich einige technische Fehler, konnten daraus jedoch kaum Kapital schlagen. In den Schlussminuten agierte der OTV dann zu nachlässig und ging unnötigerweise mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst ein ähnliches Bild: Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend. Lindeke verkürzte nach 40 Minuten auf 17:18, doch anschließend, so Leigraf, „haben wir den Keeper aus Süchteln stark gemacht“. In den folgenden zehn Minuten blieb der OTV ohne eigenen Treffer, während die Gastgeber einen 6:0-Lauf zum 24:17 (47.) hinlegten. Erst Markus Ummelmann beendete die torlose Phase (19:24, 49.). Zu diesem Zeitpunkt war die Vorentscheidung jedoch bereits gefallen, auch weil bei den Osterathern die Kräfte schwanden.

Weiter geht es am kommenden Samstag (2. Mai) beim Tabellenzweiten SV Straelen.

Es spielten: Gauda (Tor) - Wiesenthal (7), Lindeke (6), Ummelmann (3), van Rennings (2), Nix (2), Bieker (1/1), S.Scheidt (1), Groenewald (1), Knechten, Sonnenberg - Trainer: Gero Leigraf

Herren I - Quadruple! OTV krönt sich zum „Stadtmeister“ von Meerbusch

Osterather TV - TD Lank 30:22 (17:12)

Die erste Herrenmannschaft des Osterather TV schreibt weiter an ihrer beeindruckenden Erfolgsgeschichte und gewinnt auch das vierte Stadtderby der Saison. Nach den beiden Siegen gegen den Meerbuscher HV (33:22, 28:27) sowie dem Hinspielerfolg in Lank (24:22) entschieden die Osterather nun auch das Rückspiel in eigener Halle gegen Treudeutsch Lank verdient mit 30:22 für sich. Damit sichert sich der OTV den inoffiziellen Titel des „Stadtmeisters“ von Meerbusch – unabhängig vom weiteren Saisonverlauf.

Durch den Erfolg gegen den Stadtnachbarn klettert der OTV zudem aktuell auf Platz sechs der Tabelle und liegt damit vor Lank und dem MHV.

„Ich weiß gar nicht, worauf ich stolzer bin – auf die 30 erzielten Tore gegen eine der stärksten Abwehrreihen der Liga oder darauf, dass meine Mannschaft mit einem überragenden Torhüter nur 22 Gegentore zugelassen hat“, so ein zufriedener OTV-Coach Gero Leigraf nach Spielende.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten im Angriff vor allem Routinier Tobi Eickmanns (8 Tore) und Kreisläufer Jonas Bieker (8/4) heraus. In der Defensive überzeugten insbesondere Lukas „Sunny“ Sonnenberg und Routinier Hauke Lindeke.

Der Matchplan war klar: Der OTV wollte aufs Tempo drücken, während Lank auf lange Angriffe setzte. Da die Osterather zu Beginn einige gute Chancen aus dem schnellen Umschaltspiel ungenutzt ließen, entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Das 10:10 nach 22 Minuten spiegelte den Spielverlauf wider. Wie so oft in einem Derby blieb auch dieses nicht ohne Platzverweis: Nach einem harten Foul an Bene Nix sah ein Lanker Schlüsselspieler früh die Rote Karte (23.). Dies machte sich im weiteren Verlauf bemerkbar. Kapitän Lucas Scheidt (2) und Nix initiierten einen 3:0-Lauf zum 13:10 (24.), ehe Bieker mit seinem dritten verwandelten Siebenmeter den 17:12-Halbzeitstand herstellte.

Vor über 100 Zuschauern begann die zweite Halbzeit etwas zerfahren. Viele Unterbrechungen hemmten den Spielfluss, und beide Teams taten sich zunächst schwer, klare Torchancen herauszuspielen. Die Gäste konnten zwischenzeitlich auf vier Tore verkürzen (22:18, 47.), doch OTV-Keeper Vincent Gauda erwies sich in dieser Phase als starker Rückhalt. Markus Ummelmann sorgte nach seiner Verletzungspause mit einem Doppelschlag per Siebenmeter für die Vorentscheidung zum 24:18 (52.) – damit war die Partie praktisch entschieden.

Leigraf resümierte: „Das war schon ein brutal starkes Spiel meiner Mannschaft heute.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Es spielten: Gauda, K.Huesges (Tor) - Eickmanns (8), Bieker (8/4), L.Scheidt (5), Nix (4), Ummelmann (2/2), S.Scheidt (1), Groenewald (1), Sonnenberg (1), Lindeke, van Rennings, Marienfeld, Wiesenthal, Kaczor - Trainer: Gero Leigraf, Betreuer: Peter Whiteley, Moritz Knechten und Robin Huesges

Herren II - Schwache Wurfausbeute verhindert möglichen Auswärtserfolg

TV Schiefbahn - Osterather TV II 25:23 (16:12)

Die Reserve aus Osterath unterliegt dem Tabellendritten TV Schiefbahn auch im direkten Rückspiel mit 23:25. Im Vergleich zum teilweise desolaten Hinspiel (16:26) zeigte das Team jedoch eine deutlich verbesserte Leistung, schaffte es am Ende aber nicht, die Partie zu drehen und an sich zu reißen.

Kapitän Peter Whiteley übernahm aufgrund der urlaubsbedingten Abwesenheit von Trainer Jochen Siemes die Verantwortung an der Seitenlinie und ordnete das Ergebnis wie folgt ein: „Wir haben vieles richtig gemacht, sind aber letztlich an uns selbst gescheitert – zumindest im Offensivspiel. Die Wurfausbeute war sicherlich mangelhaft, allerdings muss man auch anerkennen, dass der Keeper aus Schiefbahn einen Sahnetag erwischt hat. Ich bin dennoch stolz auf die Jungs: In der Abwehr haben sie überzeugt und im Angriff Lösungen gefunden, diese am Ende aber zu selten genutzt. Dennoch kann man aus diesem Spiel einiges Positives mitnehmen.“

Im Gegensatz zum Hinspiel konnte Whiteley auf einen etwas veränderten Kader zurückgreifen, und seine Mannschaft startete gut in die Begegnung. Nach der frühen 2:0- und 3:2-Führung der Gastgeber (2./3. Minute) sorgte ein 3:0-Lauf der Osterather für eine verdiente 5:3-Führung (6.). Beide Teams begegneten sich anschließend auf Augenhöhe, was sich auch im Spielstand widerspiegelte – bis zum knappen 12:11 der Hausherren in der 22. Minute. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit schlichen sich jedoch erste gravierende Abschlussprobleme bei den Osterathern ein. Mehrfach scheiterten sie am stark aufgelegten Torhüter der Schiefbahner, sodass die Gastgeber nicht unverdient mit einer Vier-Tore-Führung in die Pause gingen.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild: Beide Teams agierten auf Augenhöhe, mit dem Unterschied, dass Schiefbahn seine Chancen konsequenter nutzte, während der OTV reihenweise gute Gelegenheiten liegen ließ. Dadurch gelang es den Gästen nie, ausreichend Druck aufzubauen, um das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Immerhin ging Durchgang zwei mit 11:9 an den OTV.

„Wir verwandeln nur einen von insgesamt sechs Siebenmetern, dazu kommen noch einige freie Würfe – das hat uns am Ende das Genick gebrochen. Dennoch hat sich die Mannschaft jederzeit an den Matchplan gehalten, aber heute sollte es einfach nicht sein“, so Whiteley abschließend.

Der OTV hat nun bis Anfang Mai Zeit, sich auf das nächste Spiel beim SV Straelen vorzubereiten – eine sicherlich ebenfalls schwierige Auswärtsaufgabe.

Es spielten: Erler, Hümsch (Tor) - Gluth (6), Riedel (4), Rademacher (3), Wrona (3), Noethen (3/1), Heinen (2), Schütze (1), Knechten (1), Stodola, Berg, Henke, Esposito, Cöllen, Gollenstede - Trainer: Peter Whiteley

Herren I - OTV erobert auch das Matarè

Meerbuscher HV - Osterather TV 27:28 (11:16)

„Wie wir dieses Spiel nach dieser zweiten Halbzeit noch gewinnen konnten, ist uns ehrlich gesagt schleierhaft!“ – in dieser Einschätzung waren sich Kapitän Lucas Scheidt und Trainer Gero Leigraf einig. Dabei hatte Osteraths Spielführer Scheidt entscheidenden Anteil am erneuten Derbysieg gegen den Meerbuscher HV.

Nach seinem Gala-Auftritt im siegreichen Pokalfinale gegen den Oberligisten TV Lobberich mit insgesamt zehn Treffern legte der Mittelmann – trotz erneuter Manndeckung – gegen den MHV noch einen drauf und führte sein Team mit elf Toren zum Prestigesieg gegen den Stadtnachbarn.

Trainer Leigraf hob zudem Torhüter Noah Siemes hervor, der aus der zweiten Mannschaft aushalf und sich als einer der „Matchwinner“ erwies. Der junge Keeper hielt seine Mannschaft ab der 53. Spielminute beim Stand von 25:23 für den MHV mit mehreren starken Paraden im Spiel und legte damit einen wichtigen Grundstein für den späteren Erfolg.

„Ein Unentschieden wäre vielleicht insgesamt gerechter gewesen“, so Scheidt, „aber wir sind natürlich sehr froh, dass wir das Ding noch gezogen haben.“

Dass sich das dritte Derby dieser Saison zu einem solchen Krimi entwickeln würde, war nach der starken ersten Halbzeit des Osterather TV nicht abzusehen. Zwar musste Leigraf auf das Stammtorhüter-Duo Robin Hüsges und Vincent Gauda sowie mit Simon Scheidt und Bene Nix auf seine torgefährlichsten Außenspieler verzichten, dennoch startete der OTV überragend in die Partie.

Lars van Rennings – mit fünf Treffern zweitbester Schütze des Tages – eröffnete mit dem 1:0. Jonas Bieker (2) und Scheidt erhöhten schnell auf 4:1 (5.). Die erste Viertelstunde gehörte klar dem OTV, Jakob Wiesenthal stellte auf 10:5. Ein Doppelschlag von Scheidt zum 15:9 bedeutete nach 25 Minuten die bis dahin höchste Führung der Gäste. Den Fünf-Tore-Vorsprung verteidigte der OTV auch bis zur Pause.

Und dann kamen die zweiten dreißig Minuten …

Leigraf: „Obwohl wir die möglichen taktischen Änderungen der Meerbuscher in der Halbzeit angesprochen haben und diese dann genauso eintraten, haben wir in den nächsten zwanzig Minuten kaum gute Lösungen gefunden und dem Gegner das Spiel praktisch zurückgegeben.“

Der MHV glich nach knapp 40 Minuten zum 20:20 aus und lag sieben Minuten später sogar mit 22:20 in Führung – Spiel gedreht. Nach dem 25:23 in der 54. Minute und einer Zeitstrafe gegen Routinier Tobi Eickmanns drohte die Partie aus OTV-Sicht endgültig zu kippen.

Doch Siemes im Tor parierte mehrere freie Würfe der Hausherren, und Scheidt glich per Doppelschlag zum 25:25 aus (55.). Der MHV nahm seine zweite Auszeit – danach wurde es hektisch: Zeitstrafe gegen Lars Groenewald, Verwarnung für Leigraf, Siebenmetertor MHV zum 26:25 (56.), Ausgleich durch Florian Marienfeld (26:26, 57.), erneute Führung MHV (27:26), Zeitstrafe gegen die OTV-Bank (58.).

Dann die Schlussphase: Ausgleich durch Scheidt zum 27:27, Ballgewinn Osterath – und schließlich erneut Scheidt mit dem umjubelten Siegtreffer zum 28:27. Ende. Aus. Derby gewonnen.

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Am Dienstag (21.4) kommt es zum letzten Nachbarschaftsduell gegen TD Lank – vermutlich wieder nichts für schwache Nerven.

Es spielten: Siemes, K.Huesges (Tor) - L.Scheidt (11), van Rennings (5), Bieker (4/1), Wiesenthal (4), Eickmanns (1), Groenewald (1), Marienfeld (1), Gluth (1), Ummelmann, Kaczor, Sonnenberg - Trainer: Gero Leigraf, Betreuer: Phillip Cramer

Herren I - POKALSIEGER 2026

Osterather TV - TV Lobberich 36:32 (16:17)

Die erste Herrenmannschaft des Osterather TV gewinnt sensationell das Finale des Kreispokals gegen den Oberligisten TV Lobberich und sichert sich damit nach dem Pokal-Triumph 2024 den nächsten historischen Erfolg durch den Gewinn des „großen“ Pokals. Während der Triumph vor zwei Jahren noch gegen Teams bis zur Leistungsstärke der Regionsoberliga errungen wurde, ist der jetzige Sieg im Wettbewerb gegen Verbands- und Oberligisten sportlich nochmals deutlich höher einzustufen.

In die Begegnung im Covestro Sportpark in Krefeld-Uerdingen gingen die Schützlinge des scheidenden Coaches Gero Leigraf als klarer Außenseiter. Der TV Lobberich steht aktuell auf dem achten Tabellenplatz und schloss die vergangene Oberliga-Saison auf Rang vier ab. Neben dem Klassenunterschied musste der OTV auch auf wichtige Spieler verzichten: Mit Tobias Eickmanns und Hauke Lindeke fehlten zwei Routiniers, zudem musste Top-Torjäger Bene Nix krankheitsbedingt kurzfristig passen. Dennoch verspürte Leigraf „von Anfang an eine hohe Energie und Motivation“ bei seiner Mannschaft und war überzeugt: „Da geht heute was.“

Beide Teams starteten zunächst abwartend in die Partie. Ein gegenseitiges Abtasten sorgte für ein gemäßigtes Spieltempo – ganz im Sinne des Matchplans von Leigraf, der das Tempospiel der Lobbericher unterbinden und den Favoriten ins Positionsspiel zwingen wollte. Dies gelang hervorragend. Zudem agierten die Osterather im Abschluss äußerst effizient, sodass Lobberich vor allem über die schnelle Mitte und Eins-gegen-eins-Situationen zu Toren kam. Der ausgeglichene Spielverlauf mündete schließlich in einen knappen Rückstand für den OTV zur Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie auf Augenhöhe. Mal führte die eine, mal die andere Mannschaft – meist mit maximal zwei Toren Vorsprung. Bereits neun Minuten vor dem Ende nahm Lobberich beim Stand von 28:30 aus eigener Sicht die dritte und letzte Auszeit und verkürzte im Anschluss auf 29:30 (52.). Doch ein Doppelschlag der Gebrüder Scheidt brachte dem OTV erstmals eine Drei-Tore-Führung (32:29, 54.) und ließ den Favoriten erstmals sichtbar wanken.

In der hitzigen Schlussphase behielten die Osterather einen kühlen Kopf. Sie konterten nahezu jeden Treffer der Lobbericher umgehend mit einem eigenen Tor und hielten den Gegner so auf Distanz. Torhüter Vincen Gauda, zuvor kaum im Fokus, parierte in den entscheidenden Momenten und hielt „die richtigen, wichtigen Bälle“. Spätestens nach dem 35:31 durch Jakob Wiesenthal in der 58. Minute war die Entscheidung gefallen und der „historische Erfolg“ perfekt.

Wiesenthal avancierte in der zweiten Halbzeit zum entscheidenden Faktor in der Offensive: Sechs seiner insgesamt neun Treffer erzielte er nach der Pause und zeigte wohl sein bestes Spiel im OTV-Trikot. Doch auch insgesamt fand die Mannschaft stets Lösungen gegen die variablen Abwehrsysteme der Lobbericher und ließ sich selbst von zwischenzeitlicher Manndeckung gegen Kapitän Lucas Scheidt nicht aus dem Konzept bringen.

Leigraf lobte folgerichtig das gesamte Team: „Das war eine herausragende, geschlossene Mannschaftsleistung, bei der auch die Spieler auf der Bank dank ihrer Energie und Positivität einen großen Anteil an diesem Sieg haben. Ich bin sehr, sehr stolz auf mein Team.“

Sechs Spieltage vor Saisonende schenken die OTV-Spieler ihrem scheidenden Erfolgscoach und dem Verein mit dem Pokaltriumph den nächsten Meilenstein und fügen ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit ein weiteres Kapitel hinzu.

Es spielten: Gauda, K.Huesges (Tor) - L.Scheidt (10), Wiesenthal (9), Bieker (7/1), S.Scheidt (4), Sonnenberg (3), Groenewald (2), Marienfeld (1), van Rennings, Blaschzyk, Ummelmann, Gluth, Kaczor, Knechten - Trainer: Gero Leigraf, Betreuer: Robin Huesges

MINIS

F1-Jugend

OTV-Team

Herren II - Einbruch in Halbzeit zwei

Osterather TV - TV Schiefbahn 16:26 (12:13)

Die Reserve des Osterather TV verliert das letzte Spiel vor der Osterpause zuhause deutlich gegen den Tabellendritten TV Schiefbahn. Während die erste Halbzeit noch ausgeglichen gestaltet werden konnte und nur mit einem knappen Rückstand endete, lief im zweiten Durchgang wenig bis gar nichts mehr zusammen. Am Ende musste man die zweithöchste Niederlage der laufenden Spielzeit hinnehmen.

Nach der Osterpause geht es am 19. April direkt weiter – erneut gegen den TV Schiefbahn, diesmal jedoch auswärts.

Es spielten: Erler, Hümsch (Tor) - Gluth (6), Gollenstede (3), Schütze (2), Stodola (1), Heinen (1), Prothmann (1), Noethen (1), Cöllen (1), Pruschek, Zapf, Jansen, Henke - Trainer: Jochen Siemes

OTV-Handball - Saisonbilanz Jugend

Die Saison 2025/26 war für die Nachwuchsmannschaften des Osterather TV erneut voller spannender Spiele, großartiger Leistungen und beeindruckender Entwicklungen. Von den Jüngsten der F-Jugend bis zu den älteren B-Jugend-Teams haben alle Spieler:innen gezeigt, was mit Engagement, Teamgeist und Freude am Handball möglich ist.

In dieser Saison standen nicht nur die Ergebnisse im Vordergrund, sondern vor allem die Weiterentwicklung jedes einzelnen Kindes und des Teams als Ganzes.

Hier ein Überblick über die Saison der einzelnen Mannschaften – von beeindruckenden Meisterschaften bis zu spannenden Lern- und Entwicklungsschritten:

Weibliche B-Jugend – Regionsliga: Platz 8 | 22 Spiele | 14:30 Punkte | 384:531 Tore

Das Trainerteam zeigt sich mit dem Abschneiden der Mannschaft mehr als zufrieden – insbesondere im Hinblick auf die sportliche Weiterentwicklung, sowohl individuell als auch im Teamgefüge. Doch auch die nackten Zahlen sprechen für sich: Mit sieben Siegen, darunter vier Heimerfolge und drei Auswärtssiege, konnte die Mannschaft mehr Punkte sammeln als im Vorfeld erwartet.

Trotz häufig bestehender körperlicher Unterlegenheit gegenüber physisch robusteren Gegnern überzeugte das Team mit Spielwitz, Einsatzbereitschaft und großer mannschaftlicher Geschlossenheit. So gelang es immer wieder, favorisierten Teams Paroli zu bieten und wichtige Erfolge einzufahren.

Besonders erfreulich: Die Mannschaft bleibt in ihrer Struktur zusammen und kann bereits erste Neuzugänge begrüßen. Nach den Osterferien startet das Team motiviert in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit.

Männliche C-Jugend a.k. – Regionsklasse a.K.: Platz 4 | 13 Spiele | 15:11 Punkte | 374:316 Tore

Neues Trainerteam, viele neue Spieler und dazu kein nomineller Torwart – die Ausgangsbedingungen für diese Saison hätten durchaus einfacher sein können. Umso bemerkenswerter ist die Entwicklung der Mannschaft: Trainerteam und Team fanden schnell zueinander, zeigten großen Mut und überzeugten vor allem durch eine herausragende Moral.

Selbst bei häufiger Minimalbesetzung oder Unterzahl ließ die Mannschaft nie den Kopf hängen und begeisterte phasenweise mit attraktivem und offensiv ausgerichtetem Handball. Der verdiente Lohn: mehr Siege als Niederlagen und die wichtige Erkenntnis, dass mit Einsatz, Wille und Teamgeist vieles möglich ist.

Mit viel Elan blickt das Team nun auf die kommende Spielzeit in der B-Jugend. Bereits angekündigte Neuzugänge werden die bisherigen personellen Engpässe deutlich entschärfen und sorgen für zusätzlichen Optimismus.

E-Jugend – Regionsklasse : Platz 1 MEISTER | 22 Spiele | 41:3 Punkte | 620:393 Tore

MEISTER der Regionsklasse! Eine überragende Saison krönte die E-Jugend mit dem verdienten Titelgewinn. Bereits zur Hinrunde lag das Team aussichtsreich auf dem zweiten Tabellenplatz, doch das schwere Auswärtsspiel beim damaligen Spitzenreiter ASV Süchteln hing wie ein Schatten über den weiteren Saisonverlauf.

Nach der einzigen Rückrundenniederlage bei SC Krefeld 05 schien der Traum von der Meisterschaft zunächst in Gefahr zu geraten. Doch die Mannschaft zeigte beeindruckende Stärke: Mit einem überzeugenden 28:23-Auswärtssieg in Süchteln und souveränen Auftritten in den verbleibenden Spielen ließ sich das Team den Titel nicht mehr nehmen. Am Ende stand die verdiente Meisterschaft mit einem komfortablen Vorsprung fest.

Für die Zukunft gibt es gemischte Gefühle: Die Kinder des Jahrgangs 2016 bleiben der E-Jugend erhalten und werden künftig von einem neuen Trainerduo betreut. Für viele Spieler des Jahrgangs 2015 heißt es hingegen Abschied nehmen, da aus personellen Gründen keine eigene D-Jugend gestellt werden kann.

Eines aber bleibt: Diese gemeinsam errungene Meisterschaft wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.

F1-Jugend – Regionsoberliga: Platz 1 MEISTER | 16 Spiele | 32:0 Punkte | 443:191 Tore

Das Top-Team des Osterather TV! Ohne Punktverlust und mit einer beeindruckenden Tordifferenz von +252 dominierte die F1-Jugend die gesamte Liga nach Belieben. Ob zuhause oder auswärts – kein Gegner fand ein Mittel gegen die spielstarken OTV-Youngsters.

Individuell hervorragend ausgebildete Spieler wurden zu einer geschlossenen und bestens funktionierenden Mannschaft geformt. Die Kombination aus hoher spielerischer Qualität, Teamgeist und Spielfreude machte das Team in dieser Saison nahezu unschlagbar und lässt auf eine vielversprechende Zukunft hoffen.

Der Jahrgang 2017 wechselt gemeinsam mit seinem Trainerduo in der kommenden Spielzeit in die E-Jugend und wird dort in der höchsten Spielklasse erneut angreifen.

F2-Jugend – Regionsklasse: Platz 10 | 20 Spiele | 9:31 Punkte | 151:246 Tore

Auch die F2-Jugend kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Zwar nicht ganz so herausragend wie die „Großen“ aus der F1, doch besonders die Rückrunde verlief deutlich positiver, mit deutlich mehr zählbaren Erfolgen auf dem Konto.

Durch Geduld, Fleiß und konsequentes Training setzten sich die Kinder Schritt für Schritt durch und konnten endlich auch rein statistisch messbare Erfolge erzielen. Viele der Spieler:innen haben in dieser Saison ihre ersten Schritte in der Handball-Welt gemacht und werden der F-Jugend weiterhin treu bleiben oder ihre Fortschritte in der E-Jugend fortsetzen.

Gesamtfazit der Saison 2025/26 – Nachwuchsabteilung Osterather TV

Eine erfolgreiche Saison für alle Teams des Osterather TV: Von der F2-Jugend bis zur F1-Jugend, von der E-Jugend bis zur weiblichen B-Jugend – alle Mannschaften haben in sportlicher, individueller und mannschaftlicher Entwicklung Fortschritte gezeigt. Herausragende Leistungen wie die Meisterschaften der F1- und E-Jugend setzen ebenso Maßstäbe wie die geschlossene Moral der C- und B-Jugend.

Die Zukunft ist vielversprechend – der Osterather TV-Nachwuchs setzt weiter auf Entwicklung, Spaß am Spiel und gemeinsames Handballerlebnis!

Abschied einer OTV-Handball-Legende: Danke, Uwe Knechten!

Samstag, 21.03.2026, Sporthalle Gymnasium Waldniel, 14 Uhr: Wie oft Uwe Knechten in den vergangenen Jahren den Anpfiff eines Kinder- oder Jugendhandballspiels von der Seitenlinie aus erlebt hat, kann er vermutlich selbst nicht mehr sagen. Sicher ist nur: In seinen 19 Jahren als Trainer beim Osterather TV dürfte diese Zahl im hohen dreistelligen Bereich liegen – Turniere und Handballcamps noch gar nicht mitgerechnet.

Mit seiner markanten Mönchsfrisur war Knechten über fast zwei Jahrzehnte hinweg eine feste Größe im Jugendhandball des OTV. Ob Minis, F-, E-, D-, C- oder B-Jugend – zahlreiche Mannschaften betreute er mit unermüdlichem Einsatz. Meist stand er an der Seitenlinie, oft kniend, selten sitzend, aber immer voller Energie. Mit markanter Stimme und großem Engagement coachte er seine Teams – und genau damit ist nun Schluss.

Der 57-Jährige hat in letzter Zeit gemerkt, dass er „etwas müde“ geworden ist. Künftig möchte er mehr Zeit mit seiner Frau Sabine verbringen, die ihn all die Jahre stets unterstützt hat. Gleichzeitig hinterlässt Knechten ein bestens bestelltes Feld: In der kommenden Saison wird die Handballabteilung des Osterather TV acht Jugendteams stellen – und anders als früher mangelt es nicht mehr an engagierten Übungsleitern. Das war nicht immer so. In seiner langen Trainerlaufbahn betreute Knechten häufig mehrere Mannschaften gleichzeitig. Unterstützung bekam er dabei von seinen Söhnen Florian und Moritz sowie von engagierten Eltern.

Überhaupt sind seine beiden Söhne der Grund, warum Knechten zum Handball kam. Selber im Karate und Volleyball aktiv, wollten seine zwei Jungs wohl die Ballfertigkeit des Volleyballes und die Körperlichkeit des Karates lieber kombinieren und weigerten sich "standhaft" (Knechten) diese Sportarten einzeln auszuüben. So ging es dann mal in die Handballhalle – und dort blieb die Familie. Aus Spielern wurden schnell auch Trainer und Verantwortliche.

Florian Knechten erinnert sich schmunzelnd an die gemeinsame Zeit: „Einen großen Unterschied gab es zwischen Tribüne und Bank: Als Trainer war er immer ruhig und fokussiert. Aber wenn wir Brüder auf dem Feld zu hart angegangen wurden, wusste man sofort, wo die Knechten-Fraktion auf der Tribüne sitzt. Als Vater war er immer liebevoll, stolz und hat stets die richtigen Worte gefunden.“

Neben seinen eigenen Kindern ist Knechten auch der "Handballpapa" vieler andere Kinder der OTV-Handballwelt. Simon Scheidt, heute Leistungsträger der 1. Herren, bezeichnet ihn so: „Er war mein Handballpapa. Er hat mir alles beigebracht und uns vor allem gezeigt, dass Menschlichkeit wichtiger ist als sportlicher Erfolg.“

Auch Vincent Gauda, Torhüter der 1. Herren, hebt diesen Aspekt hervor: „Bei Uwe stand das Miteinander immer über allem. Das hat uns nicht nur sportlich, sondern vor allem menschlich geprägt.“ Lars Rademacher, Führungsspieler bei den 2. Herren, ergänzt:
„Er ist ein herzensguter Mensch, der sich ständig weiterentwickelt hat und uns unglaublich viel mitgegeben hat.“ Und noch einmal Simon Scheidt: „Für mich ist er das Gesicht der OTV-Handballjugend.“

Eines seiner letzten Projekte in der Handball-Jugendabteilung war es, eine rein weibliche Jugendmannschaft anzustoßen, um so auch den Mädchen eine Handball-Heimat beim OTV zu ermöglichen. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass der OTV nun eine stabile weibliche B-Jugend-Mannschaft hat; die ersten Handballschritte lernten viele der Spielerinnen unter Knechten.

Kapitänin Clara Dupuis: „Uwe war ein großartiger Trainer, der mich von Anfang an begleitet hat. Er hat uns mit viel Geduld und Verständnis geholfen, unsere Fähigkeiten zu entwickeln, als wir noch ganz klein waren. Ich werde ihm immer dankbar sein, dass er mich an den Handball Sport herangeführt hat.“ Mitspielerin Katharina Bruhn war noch länger unter ihm aktiv: „Uwe war der Trainer, der mir den Spaß am Handball gegeben hat. Man hat immer gemerkt, mit wie viel Freude und Engagement er uns trainiert hat.“

Am Handball selbst schätzt Knechten vor allem Schnelligkeit, Fairness, Athletik und Teamgeist. Auch wenn der B-Lizenz-Inhaber selbst nie höherklassig spielte, war er an der Seitenlinie ein „kluger Kopf“, wie Sohn Florian betont, der seinen Teams stets mit Ideen und Spielverständnis weiterhalf.

Immer wenn Uwe aktiv mit Jungs auf der Platte stehen durfte, denen er das Spiel selbst beigebracht hat, waren das seine persönlichen Highlights. Ab und an gab es dabei ein besonderes Schmankerl, wenn bei den 2. Herren mit U. Knechten, F. Knechten, M. Knechten, L. Scheidt, S. Scheidt und N. Scheidt das gesamte Line-up aus zwei Familien bestand, deren Jungs alle mehr oder weniger von Uwe sportlich geprägt wurden.

Samstag, 21.03.2026, ca. 15 Uhr, Abpfiff: Die E-Jugend des Osterather TV wird Meister der Regionsliga. Das Trainer-Duo Conny Kiesewalter und Uwe Knechten streifen sich ihre Meistershirts über und feiern mit ihren "Kids" den Titel. Ein perfekter Abschluss – für eine Saison und für eine beeindruckende Trainerkarriere.

Was Knechten da nach 19 Jahren als Trainer durch den Kopf geht, bleibt sein Geheimnis. Beim OTV und vor allem in der Handball-Jugend überwiegen Wehmut und große Dankbarkeit – verbunden mit einem schlichten: Danke, Uwe, und auf Wiedersehen!

Ganz verabschieden wird sich Knechten jedoch nicht: Als Schriftführer im OTV-Vorstand bleibt er dem Verein erhalten – und auch auf der Tribüne wird man ihn sicherlich weiterhin regelmäßig antreffen.

Herren I - Dritter Sieg gegen Anrath

TV Anrath - Osterather TV 34:37 (15:19)

Der OTV und der TVA kreuzten in dieser Saison bereits zum dritten Mal die Klingen. Nach dem Hinspielsieg im November (32:28) in Osterath sowie dem gewonnenen Pokal-Halbfinale in eigener Halle (37:32) behielt der OTV auch diesmal die Oberhand. Obwohl die Partie in der Leineweberhalle in Anrath stattfand, machten die Osterather den „Dreierpack“ perfekt.

Für OTV-Coach Gero Leigraf war dabei vor allem eines entscheidend: „Dass wir endlich wieder ein knappes Spiel für uns entscheiden konnten – das war sehr, sehr wichtig.“

Und das unter erschwerten Bedingungen: Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Markus Ummelmann und Bene Nix gesellte sich am Spieltag auch noch Routinier Tobias Eickmanns hinzu, zudem stand Lukas Sonnenberg nicht zur Verfügung. Insgesamt konnte Leigraf somit nur auf neun Feldspieler zurückgreifen. Dennoch zeigte die Mannschaft eine starke Teamleistung und große Moral. Selbst der nächste personelle Rückschlag im Spiel – Keeper Robin Hüsges verletzte sich am Knie und konnte nicht weitermachen – brachte das Team nicht aus dem Konzept.

Die Partie verlief in mehreren Phasen: Die Gäste erwischten einen starken Start und führten früh mit 4:1 (2.). Anschließend drehten die Hausherren auf und erspielten sich eine 10:6-Führung (12.). Doch der OTV konterte, kämpfte sich zurück, glich zum 13:13 (23.) aus und setzte sich bis zur Pause auf 19:15 ab.

Der zweite Durchgang begann mit dem Ausgleich der Anrather zum 19:19 (33.), danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das bis zum 32:33 in der 56. Minute auf Messers Schneide stand. In dieser entscheidenden Phase übernahmen die Osterather Verantwortung: Jonas Bieker verwandelte einen Siebenmeter, Lars Groenewald legte nach – plötzlich lag der OTV mit drei Toren vorne (57.). Zwar gelang Anrath noch der Anschluss zum 33:35 durch Nils Stapelmann, doch Jonas Bieker behielt die Nerven und stellte mit zwei weiteren Treffern – bei einem zwischenzeitlichen Siebenmetertor der Gastgeber – den viel umjubelten Endstand her.

Mit diesem Erfolg kann der OTV nun mit viel Rückenwind – und hoffentlich wieder mehr Personal – in die Osterpause gehen. Denn danach warten die absoluten Highlights der Saison: das Pokalfinale gegen Oberligist TV Lobberich (11.04.), sowie die Derbys gegen den MHV (18.04.) und Lank (21.04.).

Es spielten: R.Huesges, Gauda (Tor) - L.Scheidt (11), S.Scheidt (9), Wiesenthal (8), Bieker (7/2), Lindke (1), Groenewald (1), van Rennings, Knechten, Blaschzyk - Trainer: Gero Leigraf, Beteuer: Markus Ummelmann

Herren II - Wieder ein Dämpfer

TV 1848 Mönchengladbach II - Osterather TV II 28:26 (14:13)

Der kleine Höhenflug der Osterather Reserve nach zuletzt zwei Siegen in Folge wurde in Mönchengladbach jäh unterbrochen. Trotz numerischer Überlegenheit – der OTV bot 15 Spieler auf, während 1848 lediglich acht Akteure zur Verfügung standen – gelang es zu keinem Zeitpunkt, das Spiel an sich zu reißen oder das starke Tempospiel aus den vergangenen Partien auf die Platte zu bringen.

Stattdessen ließ sich die Abwehr durch das geduldige Angriffsspiel der Hausherren immer wieder überlisten. Im Angriff hingegen scheiterte man ein ums andere Mal am stark aufgelegten Heimtorhüter, der so zum besten Spieler der Partie avancierte.

Die Unzufriedenheit machte sich im Spielverlauf auch durch zu viele Diskussionen und Wortmeldungen bemerkbar – ein Punkt, an dem die Mannschaft in den kommenden Spielen sicherlich ansetzen muss.

Umso mehr wird es darauf ankommen, im letzten Spiel vor der Osterpause noch einmal als geschlossene Einheit aufzutreten, die eigenen Stärken konsequenter abzurufen und sich für den Aufwand auch wieder zu belohnen. Gelingt es, die Fehlerquote zu reduzieren und die mannschaftliche Geschlossenheit in den Vordergrund zu stellen, bietet sich gegen den TV Schiefbahn die Chance, mit einem positiven Ergebnis in die Pause zu gehen und neues Selbstvertrauen zu tanken. Allerdings stehen bislang aus verschiedenen Gründen bislang nur wenige Spieler zur Verfügung.

Es spielten: Erler, Hümsch (Tor) - Gluth (5), Rademacher (4), Whiteley (4), Lortz (4), Wrona (3), Esposito (2), Riedel (2), Berg (1), Heinen (1), Cöllen, Jansen, Prothmann, Noethen - Trainer: Jochen Siemes